»I Wish It Was Christmas Today...«

Bevor der Marlene E.P. (VÖ: 25.01.2010) Anfang Februar das mit Life is Sweet! Nice To Meet You doch sehr schön betitelte Nachfolge-Album zu Falling Off The Lavender Bridge, u. a. meiner Platte des vergangenen Jahres, folgen wird, drängt es Devonté Hynes a/k/a Lightspeed Champion zu noch mehr Tat:
I've decided to gradually over a period of time post all the stupid albums I make that (some people, but mostly) no one ever hears. I'm aware that there's a Bootleg thread, but in these blog posts I can talk a bit more detailed about them, and if anyone has any questions I can also answer them.
Damit gestartet ist seine eigene Bootleg Series, auch wenn deren erster Teil, House-Sitting Songs, bereits kurzzeitig via MySpace zugänglich war und auch schon irgend auf der Platte rumschwirrte -

Foto via www.lightspeedchampion.com


Bootlegs 1 : House-Sitting Songs (May 2009)
1. "Tonight You Belond To Me (Patience and Prudence cover) featuring Charlotte Froom" 1:11
2. "Saleri's Deposit" 2:13
3. "Baby Baby Nooooo" 2:56
4. "Keep Me In The Cold" 2:22
5. "Never In A Million Years" 2:02
6. "You Didn't See A Thing" 1:48
7. "Fire In The Ocean (The Organ cover)" 1:54
8. "I Can't Wait Anymore" 2:26
9. "Is This Really Me?" 3:22
10. "The Ainslie In Us All" 2:08
11. "Repetititititit" 5:07
http://www.zshare.net/download/69323426ca962ec6/



Und da wir damit den Reigen vorweihnachtlichen Bescherens für eröffnet erklären können, folgen noch ein paar weitere Präsente:

Via Newsletter erreicht hat uns ein Merry Christmas von Kill It Kid, die sich artig für Zuspruch und Albumkauf bedanken und eine Coverversion von Just Like Christmas obenauf packen.

Folgen mit I Wish It Was Christmas Today die abgeklärteste Weihnachtssingle des laziest man in rock, mit Must Be Santa einer der verstörendsten Bob Dylan-Clips, den ich kenne, und eine Weihnachtssingle, die obwohl sie den Schnee im Namen führt, vielmehr ein Vorbote für das kommende Album Laura Marlings ist.








Kontrast dazu bietet via RCRDLBL__ The Drums Let's Go Surfing:
The Drums have a sound that pulls together years of obvious influence by the Factory records sound and a sudden fascination with 50's surf culture. A combination that maybe doesn't seem logical, but when you hear it you'll know you need it, you've gotta have it and it's what has always been missing. Now The Drums are hard at work on their first record, which is bound to be an instant classic!
Zuletzt wurden dies von der BBC mit allerlei Vorschusslorbeeren bedacht: Laut Prognose sind The Drums drauf und dran, Teil von BBC's Sound of 2010 zu werden.


Darüber hinaus auch erwähnt sei die (mit den Touring Partnern Wild Light und Mariachi El Bronx aufgenommene) Weihnachtssingle der Killers - da auch diese ein wenig aus dem üblichen Rahmen fällt, mit Mariachi-Bläsern und mexikanischem Ambiente aufwartet - und einem gealterten Luke Perry: Happy Birthday Guadalupe.





Zum Schluss gibt es (via Pitchfork) noch den ersten Track des kommenden The Soft Pack (vormals The Muslims)-Albums: C'mon. Das nunmehr selbstbetitelte The Soft Pack erscheint voraussichtlich am selben Tag wie Dev Hynes' Album #2 - am 2. Februar Zwotausendzehn: Nice to meet them.




NB. the city is hard, the city is fair legt noch einen drauf, und verschenkt unten genanntes Mix Tape #4: THE CITY HAS LET ME DOWN AGAIN.
Leider muss dies Freunden vorbehalten bleiben. Den Link gibt's per Anfrage an mich.

 
 

Mix Tapes... Vol. Four: THE CITY HAS LET ME DOWN AGAIN



„Dies ist keine Pfeife.“ #2

(auch nicht Déborah François, Das Mädchen, das die Seiten umblättert, woraus man sie kennen könnte, auch nicht aus der letzten Einstellung von C’est la vie – So sind wir, so ist das Leben (Le Premier jour du reste de ta vie) trotz der frappanten Ähnlichkeit... ein Schreibfehler hat sich wieder eingeschlichen, Jemina Pearl und The Antlers leicht dominant, aber die Alben sind auch überragend.)



THE CITY HAS LET ME DOWN AGAIN

1) Young Marble Giants - Include Me Out
2) Joe Lean and the Jing Jang Jong - One Woman
3) Jemina Pearl - Ecstatic Appeal
4) Girls - Lauren Marie
5) Kill It Kid - Burst Its Banks
6) Tom Waits - Singapore (live)
7) The Antlers - Sylvia
8) The Raveonettes - Suicide
9) Bright Eyes - Devil Town (Daniel Johnston)
10) Yeah Yeah Yeahs - Runaway
11) Maurizio Pollini - Praeludium I (J.S. Bach)
12) Hope Sandoval & The Warm Inventions - Trouble
13) The Antlers - Two
14) The xx - Night Time
15) Herman Dune - My Home Is Nowhere Without You
16) Monsters of Folk - Losin to Head
17) Emmy the Great - Edward is Dedward
18) Mumford & Sons - Little Lion Man
19) The Jesus & Mary Chain - Ghost Of A Smile (The Pogues)
20) Jemina Pearl - I Hate People (featuring Iggy Pop).

 
 

»We sail tonight for Singapore, don’t fall asleep while you’re ashore«

Heute mal für lau:


½ Glitter And Doom. Zuletzt im Ohr hatten wir die Songs von Tom Waits in der Scarlett Johansson-Version auf deren Debüt Anywhere I Lay My Head; »Tinkerbell auf Hustensaft« hieß es da und wurde uns so eingeworfen von TV On The Radios Dave Sitek, freilich mit dem ein oder anderen Cameo von David Bowie.
Der Gesangsstil der Aktrice wurde daraufhin nur allzu oft mokiert, ungeachtet dessen, dass es eben ein solcher war – was die zweite Platte im Duett mit dem chronisch gesichtslosen Yorn, folglich auch ohne yells, zu einem eher anämischen Vergnügen machte –; ersteres fiel uns als Dylan-Fans nicht zuletzt auch dadurch auf, dass Johansson es war, die dessen When The Deal Goes Down-Clip zieren durfte, nachdem Woody Allen sie schon als neue Muse und Stilikone inszeniert hatte. (Das ein oder andere wiederholte Mal, das ich selbst Lost In Translation allein im hiesigen Lichtspielhaus gesehen hatte, mal außen vor.)
Aber zurück zu Waits: Im November erscheint nun dessen Glitter And Doom, ein Live-Album, das sechzehn Songs, eingespielt auf der letztjährigen Welttournee, umfasst. Acht davon, und das zeugt schon davon, dass
  • a) Tom Waits niemanden mehr etwas beweisen muss,
  • b) einen stabilen Hörerkreis hat, der, vermutlich mitgealtert, ebenfalls zu demjenigen Kreis gehört, der physische Tonträger noch kauft und eben nicht glaubt, wie es die doch arg ärgerliche Werbung eines ehemaligen Telekommunikationsmonopolisten nahelegt, dass man damit auch noch irgendetwas negativ zu der eh' längst verfahrenen ökologischen Situiertheit des Planeten würde beitragen können
  • und/ oder c) dass weder Plattenfirma, noch Künstler zu denen gehören, die unter Vernetzung zuvörderst den Zusammenschluss krimineller Individuen zu, natürlich, primär die Musikindustrie schädigenden Syndikaten vermuten, das heißt, wenn sie nicht grad‘ eBay-Kunden nappen, Bankdaten phishen oder widerlich-unerträgliche Bilder traden;
acht Songs (mit befremdlich hohem Zuschauerzuspruch – kennt man andere Live-Aufnahmen Waits‘) werden, wie auch immer nun motiviert, momentan auf der offiziellen Seite kostenlos zum Download angeboten. Mit dabei u.a. das auch in der Johansson-/ Sitek-Version bekannte Fannin Street, Get Behind The Mule, Dirt In The Ground oder das eingangs zitierte Singapore.
http://www.tomwaits.com/





Foto via MySpace

Daneben gibt es auch ein Lebenszeichen von Joe Lean and the Jing Jang Jong, nachdem diese ein todsicheres Hitalbum (na ja, in einer besseren Welt...) letztes Jahr hatten wieder einstampfen, um dasselbige neu produzieren zu lassen.
Joe Lean habe ich mal getroffen: auf dem Klo (längere Randnotiz: wie auch Monster Bobby an demselben Abend im Conne Island oder, zuletzt, den Sänger der Girls und dessen [?] Zwillingsbruder, aber das war auch schon wieder in Berlin
– das sind immer diese unwirklichen, beinahe absurden Momente, wo man urplötzlich und unvermittelt wieder der Realität gewahr wird, dass das auch nur Menschen sind, die da auf der Bühne stehen, der harte Bruch mit jedweder Bühnenillusion, vermutlich auch für einen Künstler als solchen [und von den Wenigsten so gesucht, haben sie es einmal »geschafft«] – der Unterschied zwischen einem irgendwie noch authentischen Jarvis Cocker, der vor seinem Auftritt als Headliner des Berlin Festivals über das Gelände am Flughafen Tempelhof schlenderte, als sei das die normalste Sache der Welt oder jene genau dies unterlaufende Guerilla-Gig-Attitüde, wie sie in der Nachfolge all der Doherty/ Barât-Epigonen oft ver- und wieder gesucht wurde. Undenkbar bei all Plastik-Ikonen wie Madonna, die Nähe wohl allenfalls mit entsprechenden Adoptionspapieren vertraglich absichert, oder dem unlängst abgetretenen King of Pop, der ja vielmehr eine Verschleierungstaktik abseits der Bühne gar für seine Kids vertrat. George Michael, George Michael vielleicht, das ist eigentlich der Einzige, bei dem es mich nicht wundern würde, ihm auf irgendeiner Toilette zu begegnen, freilich nicht im Leipziger Conne Island.), da war er noch der Drummer der Pipettes, diese noch in Originalbesetzung, aber, wenn ich mich recht erinner‘, auch noch George W. Bush an der Macht. Zuletzt konnte man ihn dann bei der Wiederholung der ersten Staffel von The Tudors auf arte sehen. Ändert alles nichts daran, dass ich mir (auch für diese Seite) noch in diesem Jahr dann ein Album von Jing Jang Jong, wie sich die Band mittlerweile wohl bescheidet, erhoffe. Vorab gibt’s mit One Woman ein neues Stück, (auch) für lau zum Runterladen und, da man auf diese mit der Vorgeschichte achtet, – zudem auch recht gut produziert. Wir sind gespannt.
http://www.myspace.com/jingjangjong





Zum Schluss der Blick zurück (oder wie The Jesus & Mary Chain, was prominente Gastsängerinnen betrifft, immer schon up to date waren):




The Jesus & Mary Chain w/ Scarlett Johansson live at Coachella – Just Like Honey.




The Jesus & Mary Chain w/ Hope Sandoval – Sometimes Always.
(Im November 1994 als Grunge schon begraben, Letterman aber noch nicht...)

Daneben freut sich The city is hard, the city is fair über Hope Sandoval, die in diesem direkten Vergleich keineswegs zurückstecken müsste, im Gegenteil, und deren zweites Album mit The Warm Inventions Through The Devil Softly unser Soundtrack für den Herbst 2009 neben Monsters of Folk, Kill It Kid, Album von Girls und Secret Door von den Arctic Monkeys ist.

 
 

Mix Tapes... Vol. Three: allerleirauh

„Dies ist keine Pfeife.“
(Und schon gar nicht die bildschöne Natalia Verbeke rennend mit
Gael García Bernal in einer Einstellung des Filmes
Dot the i aus dem Jahre 2003.)

allerleirauh*

1) Tocotronic - Ich habe Stimmen gehört
2) Nick Cave And The Bad Seeds - There She Goes, My Beautiful World
3) GIRLS - Hellhole Ratrace
4) The Smiths - I Started Something I Couldn’t Finish
5) Babyshambles - There She Goes
6) Emmy the Great - Everything Reminds Me of You
7) Oasis – Don’t Look Back In Anger
8) The Specials – You’re Wondering Now
9) The Dodos - Undeclared
10) Leonard Cohen - Famous Blue Raincoat.

1) Mumford and Sons - White Blank Page
2) We Were Promised Jetpacks - Quiet Little Voices
3) Elliott Smith - Let’s Get Lost
4) Emmy the Great - On the Museum Island
5) The xx - VCR
6) Arctic Monkeys - Secret Door
7) Dirty Pretty Things - It’s My Own Cheating Heart That Makes Me Cry (XFM Session)
8) Glasvegas - Legs’n’Show (demo)
9) The Strokes - Someday
10) Brian Wilson - Good Vibrations
11) Special Needs - The Girl From The Launderette
12) Herman Dune- Try To Think About Me
13) Dirty Pretty Things - The Weekenders.


*allerleirauh ist ein von Sarah Kirsch geprägter Neologismus, der neben dem eines Gedichts auch nachfolgend noch den Titel einer Sammlung von Prosaminiaturen von ihr zieren durfte; zum Einstieg empfohlen sei die im Verlag Langewiesche-Brandt erschienene Anthologie Hundert Gedichte (1997 u.a.).

 
 

»Fleeting Moments of True Love and Human Transcendence«

...ist der Titel, den Daytrotter der am 3. August 2009 eingespielten SXSW Session von Daniel Johnston gegeben hat, True Love Will Find You In The End (Direktlink), noch immer unser Lieblingsstück von diesem, findet sich auch dort in einer sehr schönen Version. Nachfolgend, was uns die letzten Tage und Wochen bewegt hat -


allen voran natürlich:


Oasis - The Masterplan.




GIRLS - Laura
(Live at The Hemlock Tavern, San Fransisco - 06/06/2009).


Das taz popblog präsentiert:
Girls
  • 24.09.2009 Hamburg Reeperbahn Festival
  • 28.09.2009 Amsterdam Paradiso
  • 29.09.2009 Berlin Big Bang Club
  • 30.09.2009 München Atomic Cafe
  • 01.10.2009 Zürich Club Exil




Peter Doherty - Music When The Lights Go Out
(Live at Berlin Festival, Flughafen Tempelhof, Berlin - 07/08/09).




und, Dank der dem aktuellen Rolling Stone beiliegenden 7":



The Stone Roses - Made Of Stone (live).

 
 

Hot, Hot Summer, It’s Gonna Be A Hot, Hot Summer...

Der »heißeste Tag des Jahres« (zumal another »Lucky Day in Hell«, einer der letzten für mich) und wie ihn ausklingen lassen? - the city is hard, the city is fair schwitzt, freut sich aber über folgenden Newsletter der Lieblingsband #4.. (auszugsweise zitiert und ergänzt):

Pitchfork premiered our new music video for “On The Water” this morning. The video was created and directed by Nir Ben Jacob. Hope you enjoy!


The Walkmen - On The Water.